Wolf Hammer — Esoterik-Krimi-Serie

Die Kult-Krimis um den modernen Schamanen Wolf Hammer sind momentan nicht erhältlich - demnächst kommen die überarbeiteten und verbesserten Folgen wieder!

 

 

 

 

Die Serie

Was als gedruckter Fortsetzungskrimi im Freien Bürger, der Freiburger Straßenzeitung, begann, wird nun zur Online-Serie. Dadurch könnten die Leser auch bequem ganz von vorne anfangen, die Wolf-Hammer-Krimis zu lesen - und zwar nicht als voluminöses Buch, sondern als kurzweilige Mini-Episode. Die spannende Milieustudie mit ungewöhnlichen Charakterportraits führt von Freiburger Bioläden bis in die Karibik. Bald wird die Serie mit neuen, bislang unveröffentlichten Folgen fortgesetzt.

Der Autor


H. M. Schemske lebt und arbeitet in Freiburg. Neben seinen Krimis schreibt er Sachbücher über ätherische Öle, kennt das Metier seines Helden also aus erster Hand. Der Freiburger Esoterik-Experte Wolf Hammer löst verzwickte Fälle, an denen sich die Behörden die Zähne ausbeißen.
In den Freiburger Gassen tummeln sich allerhand zwielichtige Gestalten, und ob Gangster oder Bioladenbesitzer, H. M. Schemskes Charakterprotraits sind voll feinem Humor, bissigen Pointen und viel Menschenkenntnis.
Von Freiburg aus führt die Handlung nicht selten in ferne Länder, Wolf Hammer ermittelt in China, auf einer Karibikinsel oder in Südfrankreich - Schauplätze, die der Autor selbst besucht hat.
Wieviel Wahrheit in den Romanen steckt, bleibt allerdings sein Geheimnis.

Interview mit H. M. Schemske

vom Lesen ist Gold, dem Literaturblog für Phantastik

Herr Schemske, woher stammt die Idee zu Ihrer Romanfigur Wolf Hammer?

Mike Hammer ist der Protagonist der Krimireihe von Mickey Spillane, die ich damals gerne gelesen hatte. Einmal sah ich in einem Freiburger Kino den englischsprachigen Film The Girl Hunters von 1963, da hat Mickey Spillane unter der Regie von Roy Rowland seinen Detektiv sogar selbst dargestellt. Vorbilder von Mickey Spillane und auch von mir sind Dashiell Hammett und Raymond Chandler.

Wolf Hammer ist eigentlich Experte für Esoterik. Wie passt das zum Krimi-Genre?

Das Weltbild ist in gewisser Weise esoterisch, obwohl der Held sich gerne über die Esoteriker lustig macht. Dabei kommt es dann manchmal auch zu humorvollen Szenen. Das ist nicht beabsichtigt, es ergibt sich einfach.

Der Krimi erschien vor über 10 Jahren erstmals in der Straßenzeitung FreieBürger. Wie kam es dazu?

Als ich vor vielen Jahren den Freien Bürger mitbegründet habe, erschienen mehrere Artikel über diverse Themen von mir in jeder Ausgabe. Nach und nach habe ich mich zurück gezogen, nachdem ich unter anderem das damals neue Redaktionsmitglied Carina eingelernt hatte (Sie war mir in kürzester Zeit sehr überlegen).
Bald darauf jedoch bat man mich, wieder mehr für die Zeitung zu tun. Ich überlegte, ob ich vielleicht einen Freiburg-Krimi schreiben könnte. Es gab da einen Freiburger Kommissar Hämmerle, deshalb sollte mein freiberuflicher Krimi-Held Hammer heißen.

Freiburg ist nicht der einzige Schauplatz Ihrer Krimis, Magic Island etwa spielt hauptsächlich in der Karibik. Das Portrait der Insel Dominica liest sich, als wären Sie selbst dort gewesen.

Es sollte kein üblicher Freiburg-Krimi werden. So habe ich die Schauplätze überall, nur nicht in Freiburg angesiedelt. Weil ich beruflich weit herum gekommen bin, sind die Beschreibungen der exotischen Gegenden schon zutreffend, nur die Personen sind frei erfunden.

Die Verbundenheit zu Ihrer Heimatstadt merkt man der Geschichte trotzdem an. Sie beschreiben zum Beispiel in Dreisam Killer die Gassen und Geheimnisse der Stadt sehr anschaulich. Was ist Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?

Sehr gerne sitze ich auf dem Balkon eines 1952 gegründeten Eiscafés direkt am Münsterplatz. Ich genieße den Blick auf das Münster, die wuselnden und huschenden Freiburger, und die vielen staunenden und fotografierenden Touristen.

Wie kamen Sie darauf, die Krimis auch online zu veröffentlichen?

Gerade für die Beschreibungen hatte ich in der Straßenzeitung wenig Platz. Auf der Doppelseite musste eine komplette Folge erscheinen, und da dachte ich, Handlung geht vor. Dadurch kommt eine gewisse Eile ins Spiel, es geht geradezu rasant vorwärts. Und am spannendsten Moment steht dann Fortsetzung folgt.
In der Wolf-Hammer-Serie habe ich mehr Platz in den einzelnen Episoden. Ich versuche jetzt, die Beschreibungen ausführlicher zu gestalten.

Schreiben Sie die Episoden nach Plan oder lassen Sie sich die Handlung spontan einfallen?

Am besten schreibe ich, wenn mein Herz dabei ist. In meiner Erinnerung sind auch viele Szenen, die ich für die Krimis adaptiert habe. Der Plot ist bei einer Fortsetzungs-Geschichte zwar etwas unklar, aber bereits bei der Planung vorhanden. Ich vergleiche das gerne mit der Musik. Wenn ein Musiker etwa nur nach Noten spielt, kann es dauern, bis man die Melodie erkennt. Spielt aber jemand frei, so erkennt man die Melodie oft nach wenigen Sekunden.
Die Gestalt der Melodie ist es, die transportiert wird, in egal welcher Tonart. Und so gibt es auch eine Gestalt der Erzählung, auch wenn sie mündlich überliefert wird. So gesehen, reiht sich die Gestalt der Wolf-Hammer-Erzählungen ein in die Mythen der Welt.


Der Literaturblog LesenistGold bedankt sich für das Interview.